Von weitem sichtbar, herrschaftlich zeigt sich Meißens Burgberg, auf dem sich die beiden neogotischen Domtürme in den Himmel strecken und die Albrechtsburg mit ihren hohen Mauern ein Bild alter Stammesherrschaft formt. Dom und Burg sind Ausdruck für die einst politische und kirchliche Machtentfaltung innerhalb der alten Mauern. Die lange Geschichte Meißens als Markgrafen- und Bischofssitz beginnt im Jahr 929 n. Chr., als König Heinrich I. die Reichsburg Misni gründete und sie zum Herrschaftszentrum des mittleren Elbegebietes machte. Meißen ist eine historische Schatzgrube und Wiege sächsischer Geschichte, bis 1485 war die Stadt Mittelpunkt des wettinischen Adelsgeschlechtes und dessen Politik.
Legendär sind auch die Geschichten um die Erfindung des Meißner Porzellans durch Johann Friedrich Böttger und Graf von Tschirnhaus. Die Gründung der ersten europäischen Porzellanmanufaktur im Jahre 1710 krönte nicht nur den Erfindergeist der Forscher, sondern vor allem das Ansehen des sächsischen Hofes unter August dem Starken. Seitdem ist viel Porzellan in aller Welt hergestellt worden, und trotzdem hat das „Meißner“ seine Wertschätzung nicht verloren.